Wenn die Familie sich mal wieder zum gemeinsamen Essen angemeldet hat, wird’s ein bisschen stressig. Ok, es war nicht die ganze Family, aber sieben Personen und davon einige „Fresser“.
Gewünscht war das typische schwäbische Gericht Linsen mit Spätzle und Saiten. Ok, dann mal ran an die Planung. Im Internet finden sich ja verschiedene Angaben, wie viel von welchem Produkt für eine Person man rechnen soll. Nudeln als Beilage zum Beispiel ist mit 80 bis 125 Gramm angegeben. Sind Spätzle beim schwäbischen Klassiker wirklich nur Beilage und wie viel Linsen rechnet man pro Person? Wir sind mal von 100 Gramm pro Person ausgegangen – sowohl Spätzle als auch Linsen. Aber da wir keine halben Sachen machen und auf gar keinen Fall wollen, dass jemand hungrig vom Tisch aufsteht, haben wir einfach ein bisschen aufgerundet und ein Kilogramm Spätzle (Bauernspätzle von ALB GOLD) und ein Kilogramm Alb-Leisa (Sorte Dunkelgrün marmorierte Linsen) gemacht. War am Ende dann doch alles ein bisschen zu viel, aber wir haben die Reste eingefroren und haben jetzt noch für zweimal leckeres Essen für uns zwei. Saiten haben wir 10 Paar warm gemacht, war am Ende auch noch ein Paar übrig. Das isst man aber ganz einfach im Vorbeilaufen.
Die Alb-Leisa haben wir schon vorgekocht, damit es ein bisschen entspannter wird. Bei diesen Mengen waren nur große Töpfe im Einsatz und da wird es auch mal etwas eng auf einem normalen Induktionskochfeld. Um das Kilo Spätzle zu kochen, haben wir unseren Riesentopf aus dem Keller geholt. Diese Menge in einem normal großen Topf zu kochen – unmöglich. Das wird nichts – außer vielleicht ein Spätzlebrei.
Zu den oben genannten Zutaten brauchten wir noch ein Bund Suppengemüse, eine Zwiebel, ein paar Esslöffel selbst hergestellte Brühe, 2-3 Lorbeerblätter, 300 Gramm mildgeräucherten Bauchspeck, Salz, Pfeffer, Rotweinessig und 3-4 Liter Wasser – je nachdem wie saugfreudig die Linsen sind.
Die Alb-Leisa können wir nur empfehlen. Die alte, wiederentdeckten Sorten sind besonders lecker und mit herkömmlichen Tellerlinsen nicht zu vergleichen. Die Alb-Leisa müssen auch nicht vorher eingeweicht werden.
Also erst mal ran an den Speck und fein würfeln. Ebenso das Suppengrün und die Zwiebel. Dann wird alles zusammen in reichlich Butter angebraten. Die Leisa dazu geben und alles gut durchrühren. Jetzt mit mindestens 2,5 Liter Wasser auffüllen, es sollte alles gut bedeckt sein. Die Gewürze zugeben und die Brühe unterrühren und leicht köcheln lassen. Zur Sicherheit immer mal wieder umrühren und schauen, ob genug Flüssigkeit vorhanden ist. Da die Leisa noch etwas aufquellen immer mal wieder etwas heißes Wasser nachgießen. Kochdauer: ungefähr 30 bis 35 Minuten. Dann mit einer dunklen Mehlschwitze abbinden, salzen und pfeffern und mit Rotweinessig verfeinern – bei dieser Menge braucht es schon etwas mehr als nur ein paar Spritzer. Die Spätzle in reichlich (mind. 10 Liter) Wasser bissfest garen und die Saiten warm machen. Guten Appetit!

MyTaste – Chris & Andy






