Lust auf eine Städtereise? Ja, klar immer :-). Kurzer Dialog mit unseren besten Freunden Conny und Michel, und ab ging es in der letzten Aprilwoche für fünf Tage nach Barcelona. Nach zwei Stunden Flug sind wir in Barcelona gelandet und mit einem Taxi in unser Hotel „4 Barcelona“ gefahren. Zimmer bezogen und dann erst mal die Umgebung gecheckt. Unser Hotel lag nur sechs Minuten Fußweg vom Strand entfernt. Sehr schön, auch wenn kein Badeurlaub geplant war. Ein bisschen am der Promenade entlang geschlendert und nach einem tollen Lokal Ausschau gehalten. Die Strandbar „Xiroi Ca la Nuri“ machte einen einladenden Eindruck und so gab es erst mal einen Drink direkt am Strand. Auch die Speisekarte überzeugte uns auf Anhieb und wir haben verschiedene Tapas und Rotwein bestellt. Das Essen war total lecker und so wurde das „Xiroi Ca la Nuri“ zu unserem „Stammlokal“. Fast jeden Tag waren wir hier und haben uns die Tapas und andere Gerichte schmecken lassen.

Am nächsten Tag haben wir die La Rambla – eine der bekanntesten Straßen der spanischen Metropole – unsicher gemacht. Über 1,3 Kilometer erstreckt sich die La Rambla vom Plaça Catalunya bis zum Hafen der Stadt. In der Mitte eine breite Fußgängerzone und links und rechts verschiedene Geschäfte, Cafés und Restaurants. Das turbulente Treiben der Großstadt lässt sich hier wunderbar beobachten. Ein Highlight war die Markthalle Mercat de la Boqueria. Spanische Spezialitäten, farbenfrohes Obst und Gemüse, Meerestiere, Gewürze, Olivenöle, Trockenfrüchte und vieles mehr locken sowohl Einheimische als auch Touristen an. Wir hatten als Zwischensnack Serranoschinken und Brotsticks – lecker. Weiter ging’s in Richtung Plaça Catalunya mit seinem großen Brunnen. Unser Ziel war aber die Tapasbar „Ciutat Comtal“ an der Rambla de Catalunya – eine der besten Tapasbars in Barcelona. Wir sind aus dem Staunen ob des Angebots gar nicht mehr rausgekommen und haben zum Glück vier Plätze direkt an der Theke ergattert. Hammer, was es dort alles gab und es hat sagenhaft geschmeckt. Ein Besuch können wir mit gutem Gewissen empfehlen – nein, wir raten es euch!

Was natürlich bei keiner Barcelonareise fehlen darf, ist das berühmteste Bauwerk der Stadt: die Sagrada Familia. Der wundervolle Sakralbau zählt als Lebenswerk von Antoni Gaudí und ist ein Welterbe der UNESCO. Die Fassaden der Basilika sind geprägt von detailverliebten Bereichen und stecken voller Symbolik. Fotografieren ist Pflicht! Genaugenommen fasziniert jeder Quadratzentimeter und wir mussten uns ein bisschen bremsen, um noch genug Speicher für die anderen Sehenswürdigkeiten Barcelonas‘ zu haben ;-). Leider hatten wir es verpennt uns im Vorfeld um Eintrittskarten zu bemühen und auf stundenlange Wartezeit hatten wir keine Lust. Hat aber auch was Gutes: Wir kommen sicher nochmal wieder.

Statt der Führung haben wir uns für einen Besuch des Gotischen Viertels – Barri Gòtic – in der Altstadt entschieden. Uns erwartete ein Labyrinth aus kleinen Gässchen, die auf verschiedenen Plätzen enden. Das Gotische Viertel ist der älteste Teil von Barcelona mit Jahrhunderte alten Häusern. Ein Blick nach oben lohnt sich immer, damit man die ganze Schönheit des Viertels nicht verpasst. Hier befindet sich das Rathaus (Casa de la Ciutat oder Ajuntament), der königliche Palast (Palau Reial), die Kathedrale von Barcelona, La Seu, und viele andere Kirchen. Am Plaça Reial – einer der schönsten Plätze in der spanischen Metropole – lohnt es sich länger zu verweilen und in eines der Straßencafés einzukehren und das fröhliche bunte Treiben zu beobachten.

Einen Tag vor unserer Abreise stand ein Besuch im Park Güell auf dem Plan. Der Park – eine Hommage an die Natur – wurde von Antoni Gaudí entworfen. Die weitläufige Parkanlage (15 Hektar) vereint Natur und viele Kunstwerke. Typisch sind die Mosaikarbeiten, die Bänken, Pavillons, Türmen und Terrassen ein unvergleichbares Design verleihen und deutlich erkennen lassen, dass Gaudí die Stücke entworfen hat. Die Aussicht auf Barcelona und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten sind absolut der Hammer. Da Andy gesundheitlich ziemlich angeschlagen war, haben unsere Freunde Conny und Michel ohne uns den Park besucht. Wir blieben auf dem Hotelzimmer. Das war aber auch keine wirkliche Option. Wir machten einen kleinen Spaziergang entlang der Strandpromenade bis zum Yachthafen. Langsam gehen war für Andy möglich, sitzen dagegen nicht. Auf dem Rückweg kehrten wir in unserem „Stammlokal“ am Strand ein und tranken und aßen etwas an einem Stehtisch – sitzen ging ja nicht. Andy hatte große Schmerzen, wir waren aber entspannt, da wir ja am nächsten Tag nach Hause fliegen würden.

Am Abreisetag ging es mit dem Taxi zum Flughafen. Die halbstündige Fahrt war für Andy eine große Tortur. Sitzen war absolut nichts für ihn. Beim Blick auf die Anzeigetafeln blieb uns fast das Herz stehen: Unser Flug nach Stuttgart war gecancelt! Streik! Was jetzt? Zum Glück kann Michel sehr gut spanisch und hat sich um eine Alternative bemüht. Wir ergatterten einen Flug nach München. Unser Auto stand zwar in Stuttgart, aber München war immer noch besser als ein Flug nach Hamburg. Mit einem Mietwagen ging es dann nach Stuttgart. Andy war nach der stundenlangen Sitzerei völlig am Ende mit den Nerven. Aber wir mussten ja noch heimfahren. Also nochmal eineinhalb Stunden sitzen. Daheim angekommen hüpfte der Patient schnell unter die Dusche und anschließend machten wir uns auf den Weg in die Notfallpraxis.

MyTaste – Chris & Andy